Wie ein Herz in dieser Welt

Es gibt Nächte, in denen die Stadt so still steht,
als hielte sie den Atem an für all jene Hände,
die im Verborgenen wirken wie Wurzeln im Winterboden.
Menschen, die nicht glänzen müssen, um zu leuchten,
die keine Bühne brauchen, um Bedeutung zu tragen.
Sie flicken Risse in einer Welt,
die manchmal schneller bricht, als man sie halten kann.
Und trotzdem stehen sie da,
mit offenen Augen, offenen Armen, offenen Herzen.
Und immer schlägt ihr Tun wie ein Herz in dieser Welt.

Da ist die Frau, die jeden Mittwoch im Jugendclub sitzt,
mit Geschichten im Blick und Geduld in den Händen,
während ein Teenager zum ersten Mal wagt, laut zu sein.
Da ist der Mann, der im Regen Müll sammelt,
als würde er die Würde der Straßen
Stück für Stück wieder zusammensetzen.
Da sind die Stimmen im Krisentelefon,
die bleiben, wenn andere gehen,
die zuhören, wenn Worte schwerer sind als Steine.
Und immer schlägt ihr Tun wie ein Herz in dieser Welt.

Da sind die, die Feuer löschen,
und die, die Einsamkeit vertreiben.
Die, die Erste Hilfe leisten,
und die, die zweite Chancen schenken.
Die, die im Chor singen,
und die, die im Verein die Stühle stellen,
damit andere singen können.
All die Unsichtbaren, die Unbezahlten,
die Unermüdlichen, die Unbeirrbaren.
Und immer schlägt ihr Tun wie ein Herz in dieser Welt.

Manchmal frage ich mich,
wie viel Dunkelheit wir hätten,
wenn niemand freiwillig ein Licht anzündet.
Wie viele Türen verschlossen blieben,
wenn niemand sagt: „Ich mache das.“
Wie viele Wege unbegangen wären,
wenn niemand den ersten Schritt schenkt.
Doch dann sehe ich sie,
die Ehrenamtlichen, die Ehrenhaften,
die Ehrlichen im besten Sinne.
Und immer schlägt ihr Tun wie ein Herz in dieser Welt.

Und ja, es ist Arbeit.
Arbeit, die nicht auf Lohn wartet,
sondern auf Wirkung.
Arbeit, die nicht fragt: „Was bekomme ich?“
sondern: „Was braucht ihr?“
Arbeit, die nicht klagt,
sondern trägt.
Arbeit, die nicht laut ist,
doch fehlt, wenn sie verschwindet.
Und immer schlägt ihr Tun wie ein Herz in dieser Welt.

Und ja, es ist Arbeit.
Arbeit, die nicht auf Lohn wartet,
sondern auf Wirkung.
Arbeit, die nicht fragt: „Was bekomme ich?“
sondern: „Was braucht ihr?“
Arbeit, die nicht klagt,
sondern trägt.
Arbeit, die nicht laut ist,
doch fehlt, wenn sie verschwindet.
Und immer schlägt ihr Tun wie ein Herz in dieser Welt.

Vielleicht ist Ehrenamt
das leise Versprechen,
dass Menschlichkeit nicht verhandelbar ist.
Vielleicht ist es der Beweis,
dass Hoffnung Hände hat
und Zukunft Gesichter.
Vielleicht ist es der Rhythmus,
der uns zusammenhält,
wenn alles andere auseinanderdriftet.
Vielleicht, ohne große Worte,
ist es das, was uns wirklich reich macht.
Und immer schlägt ihr Tun wie ein Herz in dieser Welt.

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