Die Würde des Wartens

Es gab eine Zeit, da lag zwischen der Welt
und dem Ort, der uns heute gefangen hält,
ein schmaler Korridor, ein physischer Raum,
ein leises Signal wie ein wacher Traum.
Das Netz war kein Ozean, in dem man ertrinkt,
kein …

Lyrik für leise Momente.

Lyrik für leise Momente.

Es gab eine Zeit, da lag zwischen der Welt
und dem Ort, der uns heute gefangen hält,
ein schmaler Korridor, ein physischer Raum,
ein leises Signal wie ein wacher Traum.
Das Netz war kein Ozean, in dem man ertrinkt,
kein …

Der Atem geht ein, der Atem geht aus,
wir sperren uns selbst im Gedankengeschirr aus.
Wir zählen die Risse im bröckelnden Putz
und suchen im Schönsten nach Makel und Schmutz.
Der Tag baut uns Brücken aus gleißendem Licht,
doch wir …

Es gibt Nächte, in denen die Stadt so still steht,
als hielte sie den Atem an für all jene Hände,
die im Verborgenen wirken wie Wurzeln im Winterboden.
Menschen, die nicht glänzen müssen, um zu leuchten,
die keine Bühne brauchen, …

Die Synapsen stehen im Stau
auf der Autobahn der eigenen Überzeugung.
Rechts überholen ist verboten,
links ist kein Platz mehr,
und auf dem Armaturenbrett blinkt die Motorkontrollleuchte
des gesunden Menschenverstands.
Es geht um ein Phänomen, meine Damen und Herren,
das …

Es gibt eine Stille,
die nicht leer ist.
Sie ist nicht die Abwesenheit von Geräuschen,
sie ist eine Wand aus dickem, grauem Samt,
die sich langsam zwischen mich
und das Leben geschoben hat.
Stellt euch vor, die Welt wäre ein …

Meine Damen und Herren, liebe Mitleidende im Hamsterrad der Effizienz,
habt ihr euch heute schon gestresst gefühlt?
Hattet ihr das Gefühl, euer Leben sei ein TikTok-Video auf doppelter Geschwindigkeit?
Dass ihr zwischen zwei Zoom-Calls,
drei Messenger-Sprachnachrichten
und dem verzweifelten Versuch, …

In der Dunkelheit der Nacht,
wenn die Sterne flüstern,
und die Straßen sich leise verneigen,
durchstreife ich die Stille.
Die Laternen flackern wie müde Seelen,
ihre warmen Schimmer streicheln mein Gesicht,
während die Stadt schläft,
eingehüllt in ein zartes Tuch …

Der Boden erzittert. Nicht unter Füßen, sondern unter dem Echo eines Einschlags, der nie verklungen ist. Es ist das Zittern der Moleküle. Es ist das Beben der Stille, die lauter schreit als jeder Schmerz. Ein statisches Rauschen im Äther der …

Es beginnt immer mit einem Geräusch.
Nicht laut.
Nicht wichtig.
Nur ein kaum hörbares Knacken,
wie wenn ein Gedanke im Kopf beschließt,
dass er jetzt nicht mehr sitzen bleibt,
sondern aufsteht,
den Stuhl zurückschiebt
und sagt:
„So. Jetzt reicht’s.“
Und …

Stell dir vor, die Welt brennt nicht mit einem lauten Knall,
sondern mit dem sanften Klicken einer Tastatur in Mar-a-Lago
und dem trockenen Räuspern in einem Berliner Amtszimmer.
Wir stehen hier im Zentrum Europas,
in einem Land, das die Trümmer …

Ich komme nicht aus dem Norden.
Leider.
Das ist keine Entschuldigung, kein Bekenntnis, kein Versuch, mich kleinzumachen.
Es ist einfach eine Tatsache, die im Raum steht wie ein alter Leuchtturm: unbeweglich, unaufgeregt, unkommentiert.
Ich bin keiner von denen, die schon …

Ich habe lange gedacht,
dass Dunkelheit etwas ist, das von außen kommt.
Ein Wetterumschwung der Seele,
ein kosmischer Fehlalarm,
gegen den man sich mit Regenschirm und dicker Jacke wappnen kann.
Etwas, das sich über dich legt wie ein Mantel,
schwer, …