Takt des Lebens

Es gibt Momente, da steht die Welt kurz still.
Nicht weil der Zeiger stoppt,
sondern weil das Herz beschließt, den Takt zu halten.
Ein Einatmen.
Ein Ausatmen.
Ein Ankommen.
Ein Leuchten im ganz Alltäglichen.
Und genau hier beginnen wir.

Der Zeiger zieht den Kreis, das Herz schlägt seinen Takt,
wir tragen unsre Jahre nicht verhüllt, sondern nackt.
Wir sammeln jeden Augenblick, der sanft ins Dunkel fällt,
und weben aus Erinnerung ein dachgroßes Zelt.
Die Haut erzählt vom Sommer, von Sonnenbrand und Wind,
von Wegen, die wir gingen, seit wir Kinder gewesen sind.
Das Abstrakte wird greifbar, wenn die Stille uns berührt,
wenn ein einziger Gedanke uns ins goldne Licht entführt.
Ein Atemzug voll Hoffnung, ein Ton im Raum verhallt,
das Leben bleibt voll Schönheit, ganz egal wie alt.

Wir zählen nicht die Stunden, die verwehen wie der Sand,
wir greifen nach der Wärme einer vertrauten Hand.
Ein leiser Moll-Akkord schwingt im Verborgnen mit,
doch jeder unsrer Wege bleibt ein federleichter Schritt.
Denn Altwerden heißt Wachsen, heißt ein Werden ohne Hast,
wer aufhört zu vergleichen, der verliert die schwere Last.
Die Jugend war ein Sturmwind, der durch die Gärten zog,
die Gegenwart ein Flusslauf, der sich sanft gen Süden bog.
Ein Atemzug voll Hoffnung, ein Ton im Raum verhallt,
das Leben bleibt voll Schönheit, ganz egal wie alt.

Die Tanzfläche des Lebens braucht kein grelles Licht,
ein leises Lächeln reicht schon, das die Nacht durchbricht.
Die Beats von damals pochen im Puls der neuen Zeit,
aus Jugend wird Geschichte und das Jetzt zur Ewigkeit.
Wir tragen tiefe Spuren, doch sie machen uns nur reich,
kein Holz ist wie das andre, keine Rinde vollkommen gleich.
Ein Frohsinn zieht durchs Herz, der nicht um Lärm mehr wirbt,
weil die Gewissheit bleibt, dass echtes Staunen niemals stirbt.
Ein Atemzug voll Hoffnung, ein Ton im Raum verhallt,
das Leben bleibt voll Schönheit, ganz egal wie alt.

So stehn wir in der Mitte von dem, was war und kommt,
und blicken ohne Wehmut zum weiten Horizont.
Wir feiern dieses Dasein, jeden Pulsschlag, jeden Tag,
weil unter jedem Zweifel eine tiefe Liebe lag.
Die Geschichte unsrer Liebe ist kein flüchtiger Moment,
sie ist das warme Feuer, das in unsren Seelen brennt.
Wir schließen unsre Augen, hören wie die Welt sich dreht,
und spüren ganz bewusst, was im Herzen nie vergeht.

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